Wegner will neues Personal für CDU-Spitze in Berlin

Wegner will neues Personal für CDU-Spitze in Berlin

Der neue starke Mann an der Berliner CDU-Spitze will die Partei umbauen und so wieder erfolgreich machen. Nun nennt Kai Wegner Namen.

Kai Wegner

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Kai Wegner, der designierte Vorsitzende der Berliner CDU. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Berlin (dpa/bb) - Der designierte neue Parteichef Kai Wegner will die Führungsriege der Berliner CDU auf breiter Basis umbauen. Gut eine Woche vor einem Parteitag präsentierte der 46-Jährige am Freitag seinen Vorschlag für die künftige Landesspitze.
Als neue Vize-Parteichefs schlägt er den Bezirksbürgermeister von Reinickendorf, Frank Balzer (54), den Neuköllner Jugendstadtrat Falko Liecke (46) und die Geschäftsführerin des Wirtschaftsverbandes Fachgemeinschaft Bau, Manja Schreiner (41), vor. Die Bezirksbürgermeisterin von Steglitz-Zehlendorf, Cerstin Richter-Kotowski (57), soll für weitere zwei Jahre CDU-Vize bleiben.
Komplettiert werden soll das CDU-Präsidium vom Bundestagsabgeordneten Jan-Marco Luczak (43) als Schatzmeister und - das ist schon länger bekannt - vom alten und neuen Generalsekretär Stefan Evers (39). Das neugeschaffene Amt einer Mitgliederbeauftragten soll Ottilie Klein (35) übernehmen, die Büroleiterin von CDU-Fraktionschef Burkard Dregger im Abgeordnetenhaus und Leiterin des Bereichs Strategie und Planung der CDU-Fraktion.
Das neue Präsidium, dessen Mitglieder sich beim Parteitag am 18. Mai zur Wahl stellen, bilde alle Strömungen in der CDU als «liberale Großstadtpartei, konservative Heimatpartei und soziale Kiezpartei» ab, so Wegner. Das werde auch bei seinem Vorschlag für die zwölf Beisitzer im Vorstand deutlich, den er aber noch nicht öffentlich machen wolle. So könne es gelingen, die CDU, die derzeit die Oppositionsbank im rot-rot-grün regierten Berlin drückt, wieder in Regierungsverantwortung zu bringen.
Wegner zufolge wird die bisherige Parteichefin Monika Grütters eine dieser Beisitzerinnen sein. Die Kulturstaatsministerin in der Bundesregierung sei für die Berliner CDU «unverzichtbar». Sozusagen «qua Amt» werde sie als Bundesministerin auch zu den Sitzungen des Präsidiums - also des engeren Führungszirkels - eingeladen.
Mitte März hatte Wegner angekündigt, dass er die seit Dezember 2016 amtierende Grütters an der Parteispitze ablösen wolle. Das sorgte für erheblichen Wirbel in der Partei und darüber hinaus. Grütters hatte wenig später erklärt, dass sie auf eine Kampfkandidatur verzichte. «Ich verspüre ein stückweit Aufbruchstimmung in der Berliner CDU», sagte Wegner über die vergangenen Wochen. Er sei sicher: «Da tut sich was.»
Nach der Europawahl am 26. Mai wolle die Berliner CDU damit beginnen, ein Programm für die Abgeordnetenhauswahl 2021 zu erarbeiten, kündigte Wegner an. Maßgeblich daran mitarbeiten wolle der frühere Erste Bürgermeister Hamburgs, Ole von Beust. Der kenne sich mit den Problemen einer wachsenden Stadt bestens aus, so Wegner. «Er sieht große Chancen für die Berliner CDU und für die Stadt.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 10. Mai 2019 17:00 Uhr

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