Seit 2017: Elf größere Bomben in Berlin entschärft

Seit 2017: Elf größere Bomben in Berlin entschärft

In Berlin sind in den beiden vergangenen Jahren elf Bomben geborgen worden, die schwerer als 50 Kilogramm waren. 2018 waren es zwei solcher Sprengkörper, im Jahr davor neun, wie die Polizei mitteilte. 2018 kam es laut Angaben weder bei der Bergung noch bei der Entschärfung der Munition zu Unfällen. Verletzt wurde niemand.

Tödliche Zwischenfälle bei der Räumung von Kampfmitteln sind eher selten. 2010 explodierte etwa im niedersächsischen Göttingen bei einer Routine-Entschärfung ein Blindgänger. Drei Sprengmeister starben, zwei Menschen wurden schwer verletzt.
In Berlin gab es vor knapp einem Jahr viel Trubel, als eine britische Fliegerbombe entschärft wurde. Teile der Innenstadt waren über Stunden lahmgelegt. Rund 10 000 Menschen mussten im Umkreis des Fundortes nahe dem Hauptbahnhof ihre Wohnungen verlassen. Der Bahnverkehr stand still, Straßen waren gesperrt. Die 500-Kilo-Bombe konnte unschädlich gemacht werden.
Auch Berlin war im Zweiten Weltkrieg Ziel von Luftangriffen. Amerikaner, Briten und Russen warfen Historikern zufolge mehr als 45 000 Tonnen Sprengstoff ab. Noch immer liegen nach Schätzungen der Umweltverwaltung etwa 3000 Bomben, Granaten und Munitionsreste unter der Erde.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 7. April 2019 10:20 Uhr

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