FDP-Chef kritisiert Versprechungen vor Wahlen im Osten

FDP-Chef kritisiert Versprechungen vor Wahlen im Osten

Vor den Landtagswahlen im Osten Deutschlands hat der FDP-Vorsitzende Christian Lindner die Versprechungen anderer Parteien kritisiert. «Ich bin der festen Überzeugung, dass viele Menschen in Ostdeutschland abgestoßen sind von solchen Versuchen, sie zu beeinflussen und zu kaufen», sagte Lindner den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Sonntag). Die Menschen im Osten warteten nicht darauf, «dass man ihnen neue Behörden bringt». Deutschland sei ein geeintes Land. «Ich halte es fast für ehrenrührig, Ostdeutschland komplett anders zu sehen als Westdeutschland.» Daher mache die FDP auch keinen speziellen Wahlkampf Ost. «Die Menschen wollen nicht zu hohe Steuern, nicht zu viel Bürokratie - und einen Staat, der Kontrolle bei der Einwanderung und der Bekämpfung von Kriminalität ausübt», so Lindner.

Christian Lindner (FDP)

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Christian Lindner (FDP) gibt zu Beginn der Fraktionssitzung seiner Partei im Reichstagsgebäude ein Statement ab. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

Im Herbst stehen in Brandenburg, Sachsen und Thüringen Landtagswahlen an. CDU und SPD hatten zuletzt angekündigt, strukturschwache Regionen in Ostdeutschland zu stärken. Beide Parteien können sich etwa mehr Bundesbehörden im Osten vorstellen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 7. April 2019 08:40 Uhr

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