Palästinenserin Rasmea Odeh muss Deutschland verlassen

Palästinenserin Rasmea Odeh muss Deutschland verlassen

Die palästinensische Aktivistin Rasmea Odeh muss Deutschland verlassen. Das Berliner Oberverwaltungsgericht wies einen Eilantrag der 72-Jährigen gegen die Aufhebung ihres Schengen-Visums zurück. Die Entscheidung der Ausländerbehörde, Odeh das Visum mit der Begründung zu entziehen, dass sie die öffentliche Ordnung gefährde, sei nicht zu beanstanden, teilte das Gericht am Freitag mit.

Die mit einem jordanischen Pass nach Deutschland eingereiste Odeh sollte an Veranstaltungen des palästinensischen Samidoun-Netzwerks teilnehmen. Die Innenverwaltung hatte wegen befürchteter antiisraelischer Hetze ihre Auftritte verboten und ihr Visum aufgehoben. Nach einem Eilantrag dagegen bestätigte das Verwaltungsgericht die Ausweisung. Daraufhin legte sie Beschwerde beim Oberverwaltungsgericht ein.
Odeh war 1970 in Israel wegen eines Bombenanschlags mit zwei Toten in Jerusalem zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt worden. Bei einem Gefangenenaustausch kam sie 1980 frei. Sie gilt als scharfe Kritikerin Israels und ruft zum Boykott des jüdischen Staats auf.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 29. März 2019 12:20 Uhr

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