Gorki-Theater: Stück gegen Rassismus und Diskriminierung

Gorki-Theater: Stück gegen Rassismus und Diskriminierung

Die Neuauflage des Stücks «Third Generation - Next Generation» der israelischen Regisseurin Yael Ronen hat am Samstagabend am Berliner Maxim Gorki Theater den Geschmack des Publikums getroffen. Ronen befasst sich darin provokant und humorvoll mit dem Verhältnis zwischen Israelis, Deutschen und Palästinensern. Das Stück lief bereits 2008 an der Schaubühne. Die 42-Jährige hat es neu aufgelegt, weil die politische Debatte in Deutschland schärfer geworden sei, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Vor einem Jahrzehnt seien einige Dinge in dem Stück noch Tabus gewesen, mittlerweile seien sie Mainstream.

Theaterregisseurin Yael Ronen

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Theaterregisseurin Yael Ronen im Maxim-Gorki-Theater. Foto: Monika Skolimowska/Archiv

Elf Schauspieler streiten in der satirisch-dokumentarischen Aufführung unter anderem über den Holocaust und den Nahostkonflikt. Dabei fließen ihre biografische Erfahrungen ein, aber auch Parodien ihrer selbst oder provozierende Meinungen, die sie gar nicht vertreten. Ronen spielt dabei geschickt mit politischen Tabus und setzt letztlich ein starkes Zeichen gegen Diskriminierung und Rassismus. Vor allem aber zeigt sie, dass es keine einfachen Antworten auf die Krisen und Konflikte in der Welt gibt.
Es gebe eine Welle des Konservatismus, sagte Ronen der dpa im Vorfeld der Premiere. «Vintage ist offenbar nicht nur bei Kleidung gefragt. Sondern die Leute suchen auch in politischen Systemen danach.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 10. März 2019 11:40 Uhr

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