Zwei Millionen Aale ausgesetzt

Zwei Millionen Aale ausgesetzt

Sie sollen die Wasserqualität verbessern und überzählige Fische fressen: Mehr als zwei Millionen Glasaale sind laut Senatsverwaltung für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz am Donnerstag von Mitarbeitern des Berliner Fischereiamtes in den Berliner Gewässern ausgesetzt worden. Da Aale sich in Gefangenschaft nicht fortpflanzen, wurden die Jungtiere im Meer gefangen.

Jungaale

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Sogenannten Glasaale schwimmen durch Gewässer. Foto: Philipp Schulze/Archiv

Dabei gehören die Berliner Gewässer eigentlich zum natürlichen Lebensraum des Europäischen Aals. Dieser lebt in Flüssen und Seen, wandert zur Paarung aber ins Meer. Da diese Wanderung durch Umwelteinflüsse oder Staustufen in Flüssen zunehmend erschwert wird, gilt der Europäische Aal mittlerweile als vom Aussterben bedroht.
Um seinen Bestand in und um Berlin stabil zu halten, setzt das Fischereiamt dort als Glasaale bezeichnete Jungtiere aus. Deren Namen bezieht sich auf den durchsichtigen Körper der Tiere. Die Kosten für die Maßnahme tragen die Europäische Union, das Land Berlin und die Fischereiberechtigten.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. März 2019 19:10 Uhr

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