Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst festgefahren

Tarifverhandlungen für öffentlichen Dienst festgefahren

Nach anfänglicher Bewegung hakt es bei den Tarifverhandlungen für den öffentlichen Dienst der Länder wieder. Die Arbeitgeber haben nach Angaben aus Teilnehmerkreisen bis Samstagmittag noch kein Angebot vorgelegt. Es gebe weiter Differenzen in vielen Details, hieß es am Rande der Verhandlungen in Potsdam.

Frank Bsirske (l) und Ulrich Silberbach

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Verdi Chef Frank Bsirske (l) und Ulrich Silberbach, dbb-Vorsitzender, warten auf den Beginn der dritten Verhandlungsrunde. Foto: Bernd Settnik

Diesen Angaben zufolge gestalteten sich vor allem die Berechnungen für eine Neuregelung der Entgeltordnung sehr schwierig. Die Arbeitgeberseite bezifferte allein diesen Teil der Forderungen auf eine Gehaltssteigerung von vier Prozent. Die Gewerkschaften - die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi und der Beamtenbund dbb - verlangen für die rund eine Million Tarifbeschäftigten zudem sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro mehr im Monat.
Wie es hieß, haben die Verhandlungsführungen beider Seiten bis in die frühen Morgenstunden des Samstags zusammengesessen und die Gespräche gegen 08.30 Uhr wieder aufgenommen. Bereits in den ersten beiden Tagen der dritten und wohl entscheidenden Runde gab es zwar schon ein wenig Bewegung, aber keine nennenswerte Annäherung der Positionen.
Die Gewerkschaften hatten in dieser Woche mit Warnstreiks ihren Forderungen Nachdruck verliehen. Der Abschluss soll auf rund 2,3 Millionen Beamte und Versorgungsempfänger übertragen werden. Hessen gehört seit Anfang der 2000er Jahre der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL) nicht mehr an.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 2. März 2019 12:40 Uhr

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