Berlin bekommt Landesamt für Einwanderung

Berlin bekommt Landesamt für Einwanderung

Das Land Berlin gründet mit Blick auf den Fachkräftebedarf ein Landesamt für Einwanderung. «Berlin braucht Fachkräfteeinwanderung vor allem aus wirtschaftlichen und arbeitsmarktpolitischen Gründen», sagte Innensenator Andreas Geisel (SPD) laut Mitteilung vom Montag. «Die Absicherung der enorm wachsenden Bedarfe bei der Pflege im Alter oder im Bereich von Handwerkerdienstleistungen ist ohne Zuwanderung in den Arbeitsmarkt gar nicht mehr darstellbar.»

Berlins Innensenator Andreas Geisel

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Berlins Innensenator Andreas Geisel. Foto: Jörg Carstensen/Archiv

Berlin ist nach Angaben der Senatsverwaltung das erste Bundesland, das eine eigenständige Einwanderungsbehörde im Vorgriff auf das geplante Fachkräfteeinwanderungssetz schafft. Es solle ein klares Bekenntnis sein, dass Deutschland ein Einwanderungsland sei. Wann die Behörde startet ist noch unklar, wie es weiter hieß. In den nächsten Monaten sollen Organisationsstrukturen aufgebaut werden.
Das neue Landesamt - über das auch die «Berliner Morgenpost» berichtete - wird die bestehende Berliner Ausländerbehörde mit mehr als 400 Beschäftigten ersetzen. Diese war bisher als eine Abteilung im Landesamt für Bürger- und Ordnungsangelegenheiten angesiedelt. Die Ausländerbehörde kümmert sich zum Beispiel um Aufenthaltstitel für eine Beschäftigung, ein Studium oder Praktikum.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 25. Februar 2019 11:20 Uhr

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