Merkel: Demokratie nicht selbstverständlich nehmen

Merkel: Demokratie nicht selbstverständlich nehmen

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat dazu aufgerufen, das Leben in Demokratie und Freiheit nicht als Selbstverständlichkeit anzusehen. Sie habe wie Millionen andere Menschen in der DDR persönlich erlebt, dass ganz elementare Menschenrechte nicht gegeben gewesen seien, sagte die CDU-Politikerin am Samstag in ihrer wöchentlichen Videobotschaft. «Und deshalb sollten wir immer wieder ganz bewusst eintreten für das, was die Bundesrepublik Deutschland ausmacht, gerade auch in dem Jahr, in dem wir jetzt 70 Jahre Grundgesetz feiern.»

Merkel erinnerte an das letzte Mauer-Opfer, Winfried Freudenberg. Dieser war am 8. März 1989 bei einem Fluchtversuch mit einem Gasballon von Ost- nach West-Berlin ums Leben gekommen.
Die Kanzlerin rief dazu auf, die Erinnerung an die Zeit der Diktatur in der ehemaligen DDR zu bewahren und zu pflegen, damit junge Menschen erfahren, wie es damals war. Zudem sollte nicht vergessen werden, dass trotz aller Freude über die Deutsche Einheit sich das Leben vieler Menschen vollständig geändert habe. Nicht alle hätten ihren Weg - gerade beruflich - wie gewünscht weiter gehen können. «Auch das gehört dazu, dass wir dafür ein gesamtdeutsches Verständnis entwickeln und auch die entsprechenden politischen Maßnahmen treffen», sagte Merkel.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 23. Februar 2019 13:20 Uhr

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