Beschäftigte von Jugendämtern beginnen Warnstreik

Beschäftigte von Jugendämtern beginnen Warnstreik

Beschäftigte in Jugendämtern und Jugendfreizeiteinrichtungen sind am Dienstag (19. Februar 2019) in einen ganztägigen Warnstreik getreten.

Warnstreik

© dpa

Ein Streikender trägt eine Warnweste mit dem Verdi-Logo und eine rote Trillerpfeife.

Am Morgen kamen zunächst etwa 100 Menschen in der Landesgeschäftsstelle der Gewerkschaft Verdi zusammen, wie Astrid Westhoff, Tarifkoordinatorin bei der Gewerkschaft, mitteilte. Für 10 Uhr war eine Demonstration zum Dienstsitz von Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) angekündigt. An dem Warnstreik sollten vor allem Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter beteiligt sein.
Im laufenden Tarifstreit um mehr Gehalt hatten Tausende Beschäftigte - darunter Erzieher und Lehrer - mit einem großen Warnstreik in der Hauptstadt in der vergangenen Woche ein Zeichen an die Arbeitgeberseite gesandt. Bundesweit gab es bereits vielerorts Warnstreiks.
Nach Gewerkschaftsangaben sind deutschlandweit rund 2,3 Millionen Beschäftigte der Länder von den Tarifergebnissen betroffen. Zu den Forderungen der Gewerkschafter zählen: Sechs Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 200 Euro pro Monat bei einer Laufzeit von zwölf Monaten, darüber hinaus strukturelle Verbesserungen in der Eingruppierung. Die Länder, deren Verhandlungsführer Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) ist, halten das für nicht bezahlbar. Die dritte Tarifrunde ist am 28. Februar und 1. März geplant.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 19. Februar 2019 09:33 Uhr

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