Klage von Vize-Gedenkstätten-Chef wird verhandelt

Klage von Vize-Gedenkstätten-Chef wird verhandelt

Das Berliner Arbeitsgericht verhandelt nun doch die Klage des gekündigten Vize-Direktors der Stasi-Opfer-Gedenkstätte Hohenschönhausen gegen seinen Rauswurf wegen sexueller Belästigung. Der Prozess sei für den 25. Februar (11.00 Uhr) geplant, teilte das Gericht am Freitag mit.

Ein erster Termin war abgesagt worden. Ursprünglich war für den 29. Oktober eine Güteverhandlung geplant. Laut Gericht musste zunächst geklärt werden, ob das Arbeitsgericht zuständig ist. Der Rechtsweg sei nun geklärt, hieß es. Zunächst sei wiederum eine Güteverhandlung vorgesehen.
Der Stellvertreter hat sich bislang nicht öffentlich zu den Vorwürfen geäußert. Mehrere Volontärinnen, Mitarbeiterinnen und Praktikantinnen hatten der «Führungsetage» der Gedenkstätte sexistisches Verhalten vorgeworfen und an Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) sowie Berlins Kultursenator Klaus Lederer (Linke) geschrieben, der auch Vorsitzender des Stiftungsrates ist.
Das Gremium beschloss die Kündigungen des Stellvertreters sowie des Gedenkstätten-Direktors Hubertus Knabe. Diesem wurde zur Last gelegt, nicht entschieden genug gegen die sexuelle Belästigung durch seinen Stellvertreter vorgegangen zu sein. Knabe wies die Vorwürfe zurück. Der Rechtsstreit um seine Abberufung wurde inzwischen mit einem Vergleich beendet, der Chefposten in Hohenschönhausen neu ausgeschrieben.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 15. Februar 2019 11:00 Uhr

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