Leverkusen beim Berliner Klassentreffen das Maß aller Dinge

Leverkusen beim Berliner Klassentreffen das Maß aller Dinge

Dass Hallenfußball nicht out ist, bewies einmal mehr das AOK-Traditionsmasters in Berlin. Das erstmals an zwei Tagen gespielte Turnier für ehemalige Profis lockte über 15.000 Besucher an. Kirsten, Mattuschka, Kirjakow und Co. haben es noch immer drauf.

Berlin (dpa/bb) - Nach dem Sieg beim 10. AOK-Traditionsmasters von Berlin jubelten die Kicker von Bayer Leverkusen ausgelassen. Die Oldie-Mannschaft um die Ex-Nationalspieler Bernd Schneider (81 Einsätze), Oliver Neuville (69), Ulf Kirsten (51), Jens Nowotny (48) und Patrick Helmes (13) ließ Borussia Dortmund im Finale mit 10:3 abblitzen. «Im Kader stehen gute Namen, weil Leverkusen immer gute Spieler besaß. Wir haben viel Spaß am Hallenfußball und der Atmosphäre in Berlin», sagte Bayer-Trainer Falko Götz.
Am Freitag kamen 7500 Fans in die Max-Schmeling-Halle, am Samstag am Finaltag gab es mit 8000 Besuchern ein ausverkauftes Haus. Kirsten konnte das Fluidum genießen, obwohl es für ihn die erste Turnierteilnahme seit vielen Jahren war. «Mir ging es nach dem ersten Tag erstaunlich gut. Das hätte ich nicht gedacht», sagte der Stürmer. «Meine Einsatzzeiten sind aber etwas kürzer als bei den anderen. Sollen mal die mehr machen, die früher weniger gespielt haben.»
Für Leverkusen war es der vierte Titel in Berlin. Zur guten Tradition beim Masters gehört die Players-Party. Neben der offiziellen am Samstagabend gab es wohl schon die eine oder andere kleinere vorab. Denn wie bei einem Klassentreffen gab es - bei einem Schlückchen in Ehren - viel zu erzählen. «Wir sind ja keine Profis mehr. Man sitzt zusammen, trinkt ein bisschen was und redet über alte Zeiten», berichtete Kirsten.
Der frühere Angreifer von Dynamo Dresden freute sich auch über den Besuch von Ehrengast Andreas Thom, mit dem er bei Bayer 04 sowie in den Nationalmannschaften zusammenspielte. Beide umarmten sich innig bei der Begrüßung. Kirsten: «Wir telefonieren im Monat zwei, drei Mal. Wir haben eine gute Freundschaft und das bleibt auch so.» Auf dem Weg ins Finale hatte Leverkusen den Titelverteidiger 1. FC Union Berlin im Halbfinale mit 6:4 bezwungen. Die Unioner um den besten Turniertorwart Oskar Kosche und Publikumsliebling Torsten Mattuschka konnten aber immerhin durch ein 3:1 im Neunmeterschießen gegen den Karlsruher SC den dritten Platz bejubeln. Hertha BSC schied dagegen schon in der Vorrunde aus.
Beim KSC überzeugten vor allem der als bester Turnierspieler gekürte Alexander Iashvili und Sergei Kirjakow. Letzterer bereitete den Fans trotz seines inzwischen beträchtlichen Bauchumfangs große Freude. «Man sieht bei vielen Teilnehmern, dass sie trotz ihres Alters richtig gute Fußballer waren», sagte Götz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 6. Januar 2019 12:30 Uhr

Weitere Meldungen