Lederer will Berliner Kolonialgeschichte aufarbeiten

Lederer will Berliner Kolonialgeschichte aufarbeiten

Berlins Kultursenator Klaus Lederer hat eine umfassende Aufarbeitung der Kolonialzeit angemahnt. «Die Verantwortung nur auf die ethnologischen Museen abzuschieben, würde viel zu kurz greifen», sagte der Linken-Politiker in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur. «Koloniale Abhängigkeiten und Machtverhältnisse wirken bis heute fort. Und diesem Thema müssen wir uns mit aller Ernsthaftigkeit und Beherztheit widmen.»

Klaus Lederer

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Klaus Lederer (Die Linke), Berlins Kultursenator. Foto: Soeren Stache/Archiv

In den kommenden Jahren soll die Kolonialgeschichte der Stadt möglichst gründlich aufgearbeitet werden. «Wir haben uns vorgenommen, gemeinsam mit den Bezirksmuseen und der Stiftung Stadtmuseum, vor allem aber mit den vielen Initiativen und Selbstorganisationen, die sich seit vielen Jahren hierzulande damit beschäftigen, diesen Prozess aufzusetzen», sagte Lederer. «Wenn das Abgeordnetenhaus uns die finanzielle Unterstützung gibt, können wir im übernächsten Jahr damit anfangen.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 5. Januar 2019 09:50 Uhr

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