Smoltczyk nach Datenleck: Alle Schutzmöglichkeiten nutzen

Smoltczyk nach Datenleck: Alle Schutzmöglichkeiten nutzen

Nach dem jüngsten Online-Angriff auf Daten von Politikern und Prominenten empfiehlt Berlins Datenschutzbeauftragte Maja Smoltczyk, alle Schutzmöglichkeiten für Daten zu nutzen. «Leider stellen wir in unserer Beratungs- und Prüfpraxis immer wieder fest, dass Empfehlungen zur Verhinderung des Erfolgs von Phishing, zum sicheren Gebrauch von Passwörtern und zum Schutz mobiler Geräte nicht umgesetzt werden», sagte Smoltczyk der Deutschen Presse-Agentur.

Maja Smoltczyk

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Maja Smoltczyk, Berliner Beauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Zu dem Online-Angriff bemerkte sie, dass nun aus Sicht des Datenschutzes in jedem Einzelfall geprüft werden müsse, ob eine Verletzung des Schutzes personenbezogener Daten vorliegt und eine Meldepflicht gemäß Datenschutz-Grundverordnung besteht. «Dabei sind nicht nur die Risiken für die betroffenen Politikerinnen und Politiker selbst zu berücksichtigen. Auch die Personen, die mit ihnen kommuniziert haben, können gefährdet sein», betonte Smoltczyk. Bei Informationen über politische Meinungen handele es sich um sensitive Daten, die einem besonderen gesetzlichen Schutz unterlägen.
Am Freitag war der Online-Angriff bekanntgeworden. Bereits vor Weihnachten waren große Mengen persönlicher Daten und Dokumente von Politikern, Künstlern und Journalisten über Twitter veröffentlicht worden. Auch Datensätze von mehr als 40 Berliner Politikern sind darunter. Wer für das Datenleck verantwortlich ist und wie der oder die Angreifer vorgegangen sind, ist bislang unklar.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 5. Januar 2019 09:20 Uhr

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