Streit um Berliner Hedwigskathedrale jetzt vor Gericht

Streit um Berliner Hedwigskathedrale jetzt vor Gericht

Der Streit um die Neugestaltung der St.-Hedwigs- Kathedrale in Berlin kommt vor Gericht.

St.-Hedwigs-Kathedrale Berlin

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Der Altar der St.-Hedwigs-Kathedrale des Erzbistums Berlin.

Am 9. Januar verhandelt das Verwaltungsgericht über zwei Klagen gegen die Schließung und Umgestaltung der Kirche, wie es am 03. Januar 2019 mitteilte. Geklagt gegen das Land Berlin haben demnach Personen, die an der Errichtung der Kathedrale beteiligt waren, beziehungsweise deren Erben.
Ziel der Kläger ist laut Gericht, dass die Genehmigung für den Umbau aufgehoben wird. Die Kritik richtet sich demnach vor allem dagegen, dass die zentrale Bodenöffnung mit der Treppe zur Unterkirche geschlossen und der Altar ins Zentrum der Kirche gerückt werden soll.
Durch eine Schließung des Zugangs zur Unterkirche werde das Urheberrecht von Architekt Hans Schwippert (1899-1973) und Künstlern verletzt, hatten die Kläger laut Anwalt Lothar C. Poll argumentiert.
Neben einem veränderten Altar sollen auch Fenster ersetzt und Dekorationen verändert werden. Die Kosten für die Renovierung der Kirche und des benachbarten Lichtenberg-Hauses werden auf rund 60 Millionen Euro beziffert.
Zum Inhalt der Klagen gegen das Land, vertreten durch das Bezirksamt Mitte, hieß es im September 2018, die Untere Denkmalschutzbehörde habe auf Weisung von Kultursenator Klaus Lederer (Linke) die Umbaupläne gegen Bedenken des Landesdenkmalamtes genehmigt. Lederer hatte argumentiert, die Kirche führe liturgische Gründe für die Veränderungen an, bei denen sich der Staat zurückhalten müsse.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 4. Januar 2019 08:15 Uhr

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