Grütters: Offensiver über Kolonialgüter-Rückgabe nachdenken

Grütters: Offensiver über Kolonialgüter-Rückgabe nachdenken

Die Debatte um geraubte Kulturgüter aus der Kolonialzeit nimmt weiter an Fahrt auf. Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) regte in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an, viel offensiver über Rückgaben an die Herkunftsvölker nachzudenken.

Monika Grütters

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Monika Grütters (CDU), Staatsministerin für Kultur und Medien, sitzt beim Interview mit der Deutschen Presse-Agentur dpa in ihrem Büro im Bundeskanzleramt. Foto: Bernd von Jutrczenka/Archiv

«Einfach nur passiv abzuwarten, bis jemand etwas zurückhaben möchte, ist nicht der richtige Weg, um unsere koloniale Vergangenheit aufzuarbeiten», sagte Grütters. «Wir sollten von uns aktiv auf die Nachfahren zugehen.»
Bei menschlichen Gebeinen gilt es schon lange als selbstverständlich, dass die Nachfahren ohne Wenn und Aber Anspruch darauf haben. Das könnte nach Meinung von Grütters künftig auch bei Kunst- und Kultobjekten sein, die für das kulturelle Selbstverständnis afrikanischer Völker wesentlich sind.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 2. Januar 2019 07:20 Uhr

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