Zweiter Terroranschlags-Jahrestag: «Wunde nicht verheilt»

Zweiter Terroranschlags-Jahrestag: «Wunde nicht verheilt»

Zwei Jahre nach dem islamistischen Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz kämpfen Opfer und Hinterbliebene weiter mit den Folgen.

Breitscheidplatz

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Das Tatfahrzeug auf dem Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz in Berlin. Foto: Michael Kappeler/Archiv

Berlins Regierender Bürgermeister Michal Müller (SPD) erklärte am Montag: «Noch immer ist die Wunde nicht verheilt, die dieser feige Anschlag gerissen hat». Auch nach dem Anschlag auf den Weihnachtsmarkt in Straßburg seien sich beide Städte einig, an ihrer toleranten und weltoffenen Lebensweise festzuhalten.
Am 19. Dezember 2016 war der Attentäter Anis Amri mit einem entführten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt gefahren. Insgesamt wurden 12 Menschen getötet und mehr als 70 verletzt, viele von ihnen schwer.
Am Mittwoch (19. Dezember 2018 um 10 Uhr) legt Müller einen Kranz am Mahnmal für die Opfer des Anschlags an der Gedächtniskirche nieder. Begleitet wird er vom Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Ralf Wieland (SPD), dem Opferbeauftragten der Bundesregierung, Edgar Franke. Der Pfarrer der Gedächtniskirche, Martin Germer, wird eine kurze Ansprache halten.
Zum ersten Jahrestag 2017 wurden Opfer und Hinterbliebene im Kanzleramt empfangen. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Kanzlerin Angela Merkel (CDU) räumten Versäumnisse des Staates bei der Betreuung und Unterstützung der Angehörigen und Überlebenden ein.
Die Berliner Innenverwaltung lädt zudem am Mittwoch (ab 15 Uhr) zu einem Fachsymposium. Dort soll diskutiert werden, wie die Gefährdung öffentlicher Orte frühzeitig erkannt werden kann. Dazu wird auch Innensenator Andreas Geisel (SPD) erwartet.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 17. Dezember 2018 16:12 Uhr

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