Schulen mit Antisemitismus-Problem bekommen Unterstützung

Schulen mit Antisemitismus-Problem bekommen Unterstützung

Berliner Schulen mit Antisemitismus-Problemen bekommen mehr Unterstützung. Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) und Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) stellten dazu am Freitag die neue Praxisstelle Bildung und Beratung vor. Fachleute der Kreuzberger Initiative gegen Antisemitismus (KIgA) bieten Schulleitungen und Lehrern dort Weiterbildung, Beratung und Begleitung bei akuten Fällen sowie eine längerfristige Zusammenarbeit an.

Sandra Scheeres

© dpa

Sandra Scheeres (SPD) spricht während einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses im Plenarsaal. Foto: Gregor Fischer/Archiv

Die Stelle soll ein zentraler Anlaufpunkt für Schulen sein, in denen es Fälle von Judenhass gibt. In der Vergangenheit war wiederholt deutlich geworden, dass verbale Attacken gegen jüdische Schüler, aber auch das allgemeine «Schimpfwort «Du Jude» an Berlins Schulen keine Seltenheit sind.
«Antisemitismus und religiöses Mobbing sind gesellschaftliche Probleme, die auch in die Berliner Schulen hineingetragen werden», erklärte Scheeres. Schulen müssten engagiert dagegen angehen, könnten das Problem aber nicht alleine lösen.
«Mit der Praxisstelle bilden wir nun Lehrerinnen und Lehrer über aktuelle Erscheinungsformen des Antisemitismus weiter und beraten betroffene Schulen», sagte Behrendt. «Die KIgA ist ein erfahrener Projektpartner, den wir bereits lange mit dem Landesprogramm gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus fördern.»

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 7. Dezember 2018 11:00 Uhr

Weitere Meldungen