FDP für Kita-Pflicht im letzten Vorschuljahr

FDP für Kita-Pflicht im letzten Vorschuljahr

Die Berliner FDP fordert eine Kita-Pflicht im letzten Jahr vor der Einschulung. Die Vorschularbeit müsse ausgebaut werden, um Kinder besser auf den Schulalltag vorzubereiten, heißt es in einem am Mittwoch veröffentlichten Positionspapier. Neben motorischen Fähigkeiten wie dem Halten eines Stiftes oder dem Binden einer Schleife müsse es um Sprachkompetenz, soziales Miteinander oder Frustrationstoleranz gehen. Diese Kompetenzen müssten vor Eintritt in die Schule ausgeprägt sein. Am Ende des Vorschuljahres soll nach den Vorstellungen der FDP ein Abschlusstest stehen, der über einen reinen Sprachstandtest hinausgeht. Wer nicht besteht, müsse das Vorschuljahr wiederholen.

Sebastian Czaja

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Sebastian Czaja (FDP) spricht in einer Sitzung des Berliner Abgeordnetenhauses. Foto: Wolfgang Kumm/Archiv

«Die Qualität frühkindlicher Bildung ist nicht allein für Eltern relevant, sie ist entscheidend für die Zukunft der gesamten Stadt», sagte FDP-Generalsekretär Sebastian Czaja. «Es ist zentrale Aufgabe der Politik, für jedes Kind die besten Startchancen und Zukunftsperspektiven zu garantieren und zu ermöglichen.»
Für eine Kita-Pflicht hatte sich im Sommer auch Neuköllns Bezirksbürgermeister Martin Hikel (SPD) starkgemacht. Für Kinder, die nicht richtig deutsch sprechen können, gibt es diese Pflicht aktuell schon: Diese sind eigentlich verpflichtet, in den 18 Monaten bis zur Einschulung eine Sprachförderung an einer Kita zu besuchen. In der Praxis wird die Regelung aber kaum umgesetzt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 5. Dezember 2018 12:50 Uhr

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