Überschuldung in Berlin geht zurück

Überschuldung in Berlin geht zurück

Trotz Daueraufschwungs stecken nach einer Studie noch immer viele Berliner tief in den Schulden. Die gute Nachricht: Die Quote geht seit Jahren zurück.

Informationsmaterial zum Thema «Schulden»

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Informationsmaterial zum Thema «Schulden» liegt auf einem Tisch.

12,42 Prozent und damit knapp jeder achte Erwachsene in der Stadt gilt als überschuldet - das heißt, die Zahlungspflichten sind auf Dauer höher als die Einkommen. Wie die Wirtschaftsauskunftei Creditreform am Dienstag (13. November 2018) mitteilte, geht die Quote in Berlin jedoch seit fünf Jahren zurück, während sie bundesweit steigt.

Berlin bei Überschuldung auf Rang 349

2013 hatte der Wert in Berlin bei 13,12 Prozent gelegen. Seitdem ist die Stadt um rund 240.000 Einwohner gewachsen. Im gleichen Zeitraum stieg die Überschuldungsquote in Städten wie Nürnberg, Leipzig, Essen, Dortmund und Duisburg. Unter 401 deutschen Städten belegt Berlin Rang 349.

Hohe Mieten werden zum Armutsrisiko

Die steigenden Wohnkosten in den Großstädten werden nach der Studie zunehmend zum Armutsrisiko. 40 Prozent der deutschen Großstadt-Haushalte gäben mehr als 30 Prozent des Nettoeinkommens für die Kaltmiete aus, mit Nebenkosten verschlinge das Wohnen bei vielen Mietern sogar mehr als die Hälfte des Haushaltseinkommens. In den Städten nahm die Überschuldung stärker zu als auf dem Land.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 13. November 2018 12:38 Uhr

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