Flüchtlingsbehörde beklagt in offenem Brief Überlastung

Flüchtlingsbehörde beklagt in offenem Brief Überlastung

Zu viel Arbeit, zu wenig Personal - der Personalrat des Landesamtes für Flüchtlingsangelegenheiten (LAF) hat sich über Missstände in der Behörde beklagt. Das geht aus Berichten in den Tageszeitungen «Berliner Zeitung» und «Tagesspiegel» vom Samstag hervor. Die Blätter berufen sich auf einen offenen Brief des LAF-Personalrats an alle Fraktionen des Berliner Abgeordnetenhauses, in dem sie von Senat und Parlament mehr Unterstützung fordern. Zugleich gibt es nach Angaben der «Berliner Zeitung» im Oktober einen Anstieg bei den Flüchtlingszahlen im Vergleich zu den Vormonaten.

Mehr als 160 Stellen fehlten dem LAF zur Zeit, heißt es in der Zeitung. Pro Tag sollen die einzelnen Mitarbeiter demnach eigentlich acht Fälle bearbeiten, tatsächlich seien es aber bis zu zwanzig. Die Folge: Statt zwei bis drei Tage müssten Flüchtlinge teils drei Wochen oder noch länger auf ihre Erstregistrierung warten, heißt es im «Tagesspiegel». Wie beide Zeitungen berichten, prüft das LAF derzeit, ob die Mitarbeiter auch samstags auf freiwilliger Basis arbeiten können.
Der Unmut der Mitarbeiter richtet sich laut «Berliner Zeitung» vor allem gegen Integrationssenatorin Elke Breitenbach (Linke), Finanzsenator Matthias Kollatz (SPD) und den Präsidenten des LAF, Alexander Straßmeir. Den Angaben zufolge sind derzeit etwa 22 000 Flüchtlinge in 87 Unterkünften des LAF untergebracht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 10. November 2018 16:10 Uhr

Weitere Meldungen