Kramp-Karrenbauer mahnt fairen Wettbewerb um CDU-Vorsitz an

Kramp-Karrenbauer mahnt fairen Wettbewerb um CDU-Vorsitz an

CDU-Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer hat einen fairen Wettbewerb der Kandidaten für den CDU-Vorsitz angemahnt. «Es darf kein ruinöser Wettbewerb sein, der am Ende eine Partei zurücklässt, die nicht mehr geschlossen ist», sagte die Politikerin, die selbst für die Nachfolge von Angela Merkel kandidiert, am Dienstagabend bei einer Veranstaltung des Berliner CDU-Kreisverbandes Reinickendorf.

Annegret Kramp-Karrenbauer

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Annegret Kramp-Karrenbauer, Generalsekretärin der CDU, bei einer Sitzung des Vorstandes der Partei im Konrad-Adenauer-Haus. Foto: Gregor Fischer/Archiv

«Es ist ein guter Befund, dass wir jetzt nicht wochenlang auf die Suche gehen müssen», sagte Kramp-Karrenbauer. Es gebe vielmehr gleich mehrere geeignete Kandidaten für den Parteivorsitz. «Das ist Ausdruck von Qualität dieser Partei.» Allerdings dürfe sich die CDU nun nicht bis zum Parteitag im Dezember wochenlang mit sich selbst beschäftigen und nicht «um den eigenen Bauchladen kreisen». Das würden die Menschen in Deutschland nicht verstehen.
Kramp-Karrenbauer gilt als aussichtsreiche Kandidatin für die Nachfolge von Parteichefin Merkel. Neben der Saarländerin werden Ex-Unionsfraktionschef Friedrich Merz und Gesundheitsminister Jens Spahn Chancen eingeräumt. Insgesamt haben bislang zwölf CDU-Mitglieder ihre Kandidatur für den Parteitag Anfang Dezember in Hamburg angemeldet.
Am Dienstag hatte Kramp-Karrenbauer via Twitter angekündigt, dass sie sich am Mittwoch erstmals öffentlich zu ihrer Kandidatur äußern wolle. Sie sei überzeugt, «dass ich das mitbringe, was man als Parteivorsitzende braucht, um eine Partei nach vorne zu bringen», sagte sie bei der CDU-Veranstaltung dazu.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 6. November 2018 21:30 Uhr

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