Abgeordnetenhaus streitet über Zukunft des Teufelsbergs

Abgeordnetenhaus streitet über Zukunft des Teufelsbergs

Der Antrag der Berliner CDU, den Teufelsberg zu einem Sportareal auszubauen, ist im Abgeordnetenhaus auf Kritik gestoßen. Die SPD-Abgeordnete Ülker Radziwill wandte ein, dass das Gelände in Besitz eines privaten Eigentümers sei, der aberwitzige Preise fordere. Zudem würden für das Gelände keine Baugenehmigungen mehr erteilt, weil es 2006 als Wald ausgewiesen worden sei. Die Grünen-Abgeordnete Daniela Billig warnte die CDU davor, mit ihrem Vorhaben ein neues Spekulationsobjekt zu schaffen.

Sitzung Berliner Abgeordnetenhaus

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Abgeordnete sitzen während einer Plenarsitzung des Berliner Abgeordnetenhauses im Plenarsaal. Foto: Gregor Fischer/Archiv

In dem Antrag hatte die CDU-Fraktion für einen Rückkauf plädiert und den Senat aufgefordert, ein Konzept für ein Sport- und Freizeitgebiet zu entwickeln. Der «Tagesspiegel» hatte am Dienstag unter Berufung auf eigene Recherchen einen Mindestkaufpreis von 35 Millionen Euro genannt.
Der Teufelsberg ist ein 120 Meter hoher Trümmerberg, auf dem in den 50er Jahren eine US-Abhöranlage errichtet worden war. Über den Umgang mit dem Areal gibt es seit Jahren Streit. Im Koalitionsvertrag hatte sich die rot-rot-grüne Landesregierung darauf geeinigt, das Areal als Erinnerungs- und Naturort öffentlich zugänglich zu machen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Oktober 2018 16:30 Uhr

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