Kampagne informiert über Geschichte der Zwangsarbeit

Kampagne informiert über Geschichte der Zwangsarbeit

Eine neue Kampagne informiert in Berlin über die Geschichte der Zwangsarbeit während des Nationalsozialismus. Mit Anzeigen, Plakaten, Postkarten und in den sozialen Medien will das Dokumentationszentrum NS-Zwangsarbeit in Berlin-Schöneweide auf das Thema aufmerksam machen, wie es am Donnerstag mitteilte. Die Aktion läuft unter dem Titel «Spuren von Zwangsarbeit».

«Unsere Kampagne fällt in eine Zeit, in der die Aufarbeitung des Themas, insbesondere in Berlin, an Dynamik gewinnt: Viele lokale Initiativen engagieren sich für Gedenkorte», sagte die Leiterin des Dokumentationszentrums, Christine Glauning.
Nach Angaben des Dokumentationszentrums mussten während des Zweiten Weltkriegs rund 26 Millionen Menschen unfreiwillig für den NS-Staat arbeiten. Darunter waren 8,4 Millionen, die als Zivilarbeiter ins damalige Deutsche Reich verschleppt wurden. Während des Zweiten Weltkriegs soll es rund 30 000 Lager gegegeben haben, etwa 3000 davon allein in Berlin. Seit 2006 informiert das Zentrum am Ort eines erhaltenen NS-Zwangsarbeiterlagers über das Thema.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 18. Oktober 2018 13:10 Uhr

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