Antisemitismus-Beauftragte auch für Ostdeutschland gefordert

Antisemitismus-Beauftragte auch für Ostdeutschland gefordert

Angesichts judenfeindlicher Vorfälle hat der baden-württembergische Antisemitismus-Beauftragte Michael Blume sein Amt vor allem auch für ostdeutsche Bundesländer gefordert. Es gebe neben dem Antisemitismus-Beauftragten des Bundes auch Beauftragte etwa in Rheinland-Pfalz, Bayern oder Hessen, sagte Blume am Montag im Vorfeld der zweiten Sitzung des sogenannten Runden Tisches der Religionen im Integrationsministerium in Stuttgart.

Kundgebung gegen Judenhass

© dpa

Teilnehmer der Kundgebung «Steh auf! Nie wieder Judenhass!». Foto: Maja Hitij/Archiv

«Wir haben noch keine einzige Kollegin in den neuen Bundesländern, obwohl die Anzahl der antisemitischen Vorfälle pro 100 000 dort am höchsten ist.» Mehr Länder müssten sich einbringen, weil es klar um Länderthemen wie Bildung, Polizei und Integration gehe. Man könne erst wirkungsvolle Beschlüsse fassen, wenn man die Mehrheit der Bundesländer habe, sagte Blume.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Oktober 2018 15:40 Uhr

Weitere Meldungen