Klingbeil: Große Koalition nach Bayernwahl «stark belastet»

Klingbeil: Große Koalition nach Bayernwahl «stark belastet»

SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil sieht die große Koalition mit der Union nach der Niederlage bei der Bayern-Wahl sehr stark belastet. Im ARD-«Morgenmagazin» forderte er am Montag «Konsequenzen». Der Stil in der Koalition führe dazu, dass sich die Menschen von Union und SPD abwendeten. Die SPD wolle soziale Gerechtigkeit als Hauptthema betonen und müsse in der Regierung erkennbar sein, sagte Klingbeil. «Das ist in meinen Augen das, was die Leute von der SPD erwarten. Hier eine mutige, eine fortschrittliche, eine zuversichtliche Politik zu formulieren.»

Lars Klingbeil (SPD)

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Lars Klingbeil, Generalsekretär der SPD, gibt zur Landtagswahl in Bayern ein Statement im Willy-Brandt-Haus. Foto: Carsten Koall

Er habe für eine Beteiligung der SPD an der großen Koalition und einen gleichzeitigen Erneuerungsprozess geworben. «Wir müssen heute eingestehen - das ist auch das was gestern als Signal sehr klar geworden ist - es ist schwierig, und deswegen wird es jetzt auch um einen neuen Regierungsstil in der großen Koalition gehen.» Die SPD verzeichnete in Bayern ihr bundesweit schlechtestes Ergebnis bei einer Landtagswahl und wurde mit 9,7 Prozent nur noch fünftstärkste Kraft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Oktober 2018 08:00 Uhr

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