Senator: Modernisierung der Feuerwehr kostet Zeit

Senator: Modernisierung der Feuerwehr kostet Zeit

Die Modernisierung der Feuerwehr wird nach Einschätzung von Berlins Innensenator Andreas Geisel (SPD) mehrere Jahre dauern. Bis alle Ziele beim Personal und bei der Technik errreicht seien, werde es mehrere Jahre dauern, sagte Geisel am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Er warnte hier vor zu hohen Erwartungen. Die weiteren benötigten Lösch- und Rettungsfahrzeuge könnten nicht einfach beim Hersteller abgeholt werden, sondern müssten ausgeschrieben, bestellt und produziert werden. Neue Feuerwehrleute seien erst auszubilden.

Berliner Feuerwehr

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Der Schriftzug "Berliner Feuerwehr" steht an einem Fahrzeug. Foto: Lisa Ducret/Archiv

«Wir sind im Moment in einer Aufholjagd», sagte Geisel. «In den letzten anderthalb Jahren ist mehr passiert als in den 15 Jahren davor.» So seien bereits 14 neue Löschfahrzeuge beschafft worden, es gebe viele Beförderungen und verbesserte Arbeitsbedingungen bei der Arbeitszeit und der Bezahlung. Geisel sagte, er habe den neuen Feuerwehrchef Karsten Homrighausen gebeten, ein Strategiepapier 2030 auszuarbeiten und vorzulegen.
Homrighausen sagte der «Berliner Morgenpost» (Montag): «Was uns bewegt ist das Thema Digitalisierung. Da sind wir mitten im Prozess. Das geht los bei Tablets, die wir zur Informationsgewinnung für den Einsatz auf Löschfahrzeugen einführen.»
Die Berliner Feuerwehr musste im vergangenen Jahr 458 142 Mal ausrücken, allerdings ging es nur in knapp 7000 Fällen um Brände. Die meisten Einsätze (rund 370 000) leistete der Rettungsdienst, also die Besatzungen von Krankenwagen und Rettungswagen, die zu Unfällen oder sonstwie verletzten Menschen gerufen wurde. Die Gesamtzahl der Einsätze steigt seit Jahren, auch weil es immer mehr alte Menschen gibt und viele Leute auch bei Kleinigkeiten die Feuerwehr rufen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 15. Oktober 2018 12:20 Uhr

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