Berliner Bezirke bekommen zentrale Beratung für Tourismus

Berliner Bezirke bekommen zentrale Beratung für Tourismus

Berlin will Touristen seine Kieze schmackhafter machen. Die landeseigene Tourismusgesellschaft berät deshalb nun die zwölf Bezirke. Außerdem soll sie bezirksübergreifende Themenrouten weltweit vermarkten, die Besucher der Stadt von ausgetretenen Pfaden locken sollen. Eine entsprechende Vereinbarung wurde am Donnerstag unterzeichnet.

Berlin - Kreuzberger Graefekiez

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Die Graefestraße im Kreuzberger Graefekiez. Foto: Jens Kalaene/Archiv

«Berlin erleben bedeutet mehr als nur Reichstag und Brandenburger Tor zu besichtigen», teilte Wirtschaftssenatorin Ramona Pop (Grüne) mit. «Die Vielfalt Berlins findet sich in den Kiezen.» Deshalb werde sie nun stärker in den Mittelpunkt gerückt.
Mehr als der vermeintliche Reiz der unentdeckten Stadtteile treiben den Senat aber die Folgen des großen Touristenandrangs in manchen Teilen der Innenstadt, etwa Mitte und Kreuzberg. «Es gibt erste ernstzunehmende Warnzeichen, dass die Akzeptanz schwindet», erklärte Pop in Bezug auf die Einwohner.
Die Berlin Tourismus und Kongress GmbH (visitBerlin) soll den Bezirken auch helfen, neue Angebote für Berlin-Besucher zu schaffen. Vorgesehen seien auch bezirksbasierte Marktforschung sowie Schulungen, etwa für nachhaltige Reisemobilität und zu Tourismusakzeptanz.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 4. Oktober 2018 11:30 Uhr

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