Initiative: Unwürdige Situation am Checkpoint Charlie

Initiative: Unwürdige Situation am Checkpoint Charlie

Eine Initiative, zu der auch zwei frühere Regierende Bürgermeister Berlins gehören, hat die Situation am früheren Grenzkontrollpunkt Checkpoint Charlie in der Hauptstadt als unwürdig kritisiert. Der einstige Brennpunkt der Weltgeschichte müsse zu einem Ort der Information werden, die Neugestaltung mit einem Museum des Kalten Krieges sei überfällig, teilte die Initiative mit.

Checkpoint Charlie

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Das Panorama «Die Mauer» von Yadegar Asisi am ehemaligen Grenzübergang «Checkpoint Charlie». Foto: Jens Kalaene/Archiv

Zu ihr gehören den Angaben nach neben den Berliner Ex-Regierungschefs Eberhard Diepgen (CDU) und Walter Momper (SPD) auch der frühere US-Botschaft John Kornblum sowie der Präsident der Bundeszentrale für Politische Bildung, Thomas Krüger. Am 5. Oktober will der Verein auf einer Pressekonferenz in der Mauer-Gedenkstätte an der Bernauer Straße seine Position deutlich machen. Ein Museum sei schon 2006 im Berliner Gesamtkonzept zur Erinnerung an die Mauer beschlossen worden.
Der Checkpoint Charlie war während der Teilung Berlins Grenzübergang für Diplomaten und Ausländer. Nach dem Mauerbau 1961 standen sich hier amerikanische und sowjetische Panzer gegenüber. Heute lassen sich hier Touristen mit falschen Soldaten fotografieren, an Ständen wird Nepp verkauft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 29. September 2018 14:10 Uhr

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