Minister fordert mehr Länderspiele in Ostdeutschland

Minister fordert mehr Länderspiele in Ostdeutschland

Sachsen-Anhalts Sportminister Holger Stahlknecht fordert nach der Vergabe der EM 2024 mit Leipzig als dem einzigen Standort in den neuen Bundesländern mehr Länderspiele in Ostdeutschland. «Das muss auf verantwortlicher Seite, nicht zuletzt aus Gründen einer inzwischen 28 Jahre andauernden Benachteiligung des Ostens in dieser Frage, deutlich angedacht werden», sagte der CDU-Politiker am Freitag. Als Vorsitzender der Innenminister-Konferenz werde er für diesen Punkt in einem kommenden Gespräch mit dem Deutschen Fußball-Bund und der Deutschen Fußball Liga noch einmal gesondert werben.

Sachsen-Anhalts Sportminister Holger Stahlknecht

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Sachsen-Anhalts Sportminister Holger Stahlknecht. Foto: Fabian Sommer

Bei der internen Entscheidung um die zehn Städte für die Europameisterschaft in sechs Jahren vor über einem Jahr hatte sich nur Leipzig durchgesetzt. Sachsens Landeshauptstadt Dresden hatte es auch versucht, war aber wegen der nicht ausreichenden Kapazität des Stadions, in dem Zweitligist SG Dynamo spielt, nicht gescheitert.
Stahlknecht will dennoch, dass auch andere ostdeutsche Städte als die EM-Standorte von dem Turnier profitieren. «Für den Moment wäre aber mindestens denkbar, dass etablierte Fußballstädte wie Rostock, Dresden, Cottbus, Jena oder mit Blick auf Sachsen-Anhalt natürlich Magdeburg und Halle Quartier- und Trainingsstätten für Gastmannschaften sein könnten», sagte der Politiker.
Auch Sachsen-Anhalts-Fußballvebandspräsident Erwin Bugar hat das Ziel, «dass eine oder zwei Nationalmannschaften ihr Quartier während der EM in Sachsen-Anhalt beziehen», sagte er dem MDR Sachsen-Anhalt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 28. September 2018 14:40 Uhr

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