ICE mit 500 Fahrgästen nach Bahnunfall evakuiert

ICE mit 500 Fahrgästen nach Bahnunfall evakuiert

Die Strecke Hamburg-Berlin ist eine Hauptschlagader des Bahnverkehrs im Norden. Am Freitag war sie wegen eines Unglücksfalls mehrere Stunden unterbrochen - mit Auswirkungen.

Hagenow (dpa) - Die ICE-Bahnstrecke Hamburg-Berlin ist wegen eines Todesfalls im Gleis am Freitagvormittag voll gesperrt worden. Nahe Hagenow (Landkreis Ludwigslust-Parchim) war gegen 10.30 Uhr ein Mensch von einem Zug erfasst und getötet worden, wie die Polizei mitteilte. Ein Selbstmord werde nicht ausgeschlossen.
Der betroffene ICE, der sich auf der Fahrt von Hamburg nach Berlin befand, wurde evakuiert. Die rund 500 Fahrgäste stiegen auf freier Strecke in einen Ersatzzug um, wie es hieß. Der Unfallzug müsse untersucht werden, sagte ein Bahnsprecher zur Begründung.
Wegen des Zwischenfalls kam es zu erheblichen Verspätungen im Bahnverkehr in Norddeutschland. Fernzüge zwischen Berlin und Hamburg wurden über Stendal (Sachsen-Anhalt) umgeleitet. Für die Regionalzüge der Linie RE1 Hamburg-Schwerin-Rostock sei Schienenersatzverkehr zwischen Hagenow und Boizenburg eingerichtet worden, sagte der Bahnsprecher. Das Unglück ereignete sich zwischen den Ortschaften Hagenow und Pritzier.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 21. September 2018 14:20 Uhr

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