Bund zahlte 2,7 Millionen an Opfer des Berliner Anschlags

Bund zahlte 2,7 Millionen an Opfer des Berliner Anschlags

Deutschland hat den Opfern des Anschlags vom Berliner Breitscheidplatz 2016 und ihren Angehörigen bisher 2,7 Millionen Euro an sogenannten «Härteleistungen» gezahlt. Dies berichtete das Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND, Mittwoch) unter Berufung auf einen Bericht der Bundesregierung. Den bisher höchsten Betrag von 350 000 Euro erhielt demnach ein Schwerstverletzter. Insgesamt seien 164 Anträge gestellt worden, berichtet das RND. Berücksichtigt sind alle Zahlungen bis Juli 2018.

Das Entschädigungsrecht war erst vor kurzem verändert worden, damit Opfer mehr Geld bekommen. Ehepartner, Kinder und Eltern gestorbener Anschlagsopfer erhalten rückwirkend statt wie bisher 10 000 Euro nun 30 000 Euro. Laut RND strebt das Bundesarbeitsministerium eine Erhöhung der Zahlungen an. Auch sollen Opfer von Gewalttaten besseren Zugang zu Hilfen wie etwa Trauma-Ambulanzen bekommen. Am Mittwoch will das Kabinett demnach über die Kabinettsvorlage beraten.
Bei dem Anschlag im Dezember 2016 war ein islamistischer Attentäter mit einem Lastwagen in den Weihnachtsmarkt am Berliner Breitscheidplatz gerast. Zwölf Menschen starben, Dutzende wurden verletzt. Es war der schwerste Terroranschlag eines Täters mit islamistischer Gesinnung in Deutschland.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Dienstag, 18. September 2018 18:50 Uhr

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