«Trickserei» um Generalstaatsanwältin? Senat widerspricht

«Trickserei» um Generalstaatsanwältin? Senat widerspricht

Die Berliner Senatsinnenverwaltung hat Anschuldigungen wegen angeblicher «Trickserei» bei der Ernennung von Margarete Koppers zur Generalstaatsanwältin widersprochen. «Wir verwahren uns gegen den Vorwurf der Trickserei», sagte Martin Pallgen, Sprecher von Innensenator Andreas Geisel (SPD) am Freitag. «Das ist politisches Vokabular, das nur einem Zweck dient: die betroffene Person zu beschädigen.»

Margarete Koppers

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Margarete Koppers ist zu sehen. Foto: Britta Pedersen/Archiv

Bei den Vorwürfen geht es laut einem Bericht des Senders RBB um ein Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft gegen Koppers in ihrem damaligen Amt als Vizepräsidentin der Berliner Polizei. Die Ermittlungen bezogen sich auf Polizei-Schießstände und die Frage, ob giftige Rückstände in der Luft zu Krankheiten bei Schießtrainern führten.
Wegen des Ermittlungsverfahrens der Staatsanwälte hätte die Polizeibehörde selber ein sogenanntes Disziplinarverfahren eröffnen können. Das unterblieb aber - angeblich weil die Staatsanwaltschaft die Unterlagen nicht herausgab, wie es laut RBB in einem internen Vermerk von Geisels Senatsinnenverwaltung hieß. Das Disziplinarverfahren wäre möglicherweise ein Hindernis für Koppers Bewerbung als Generalstaatsanwältin gewesen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Freitag, 31. August 2018 13:30 Uhr

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