Opferverbände: Entwicklung früherer Stasi-Zentrale stockt

Opferverbände: Entwicklung früherer Stasi-Zentrale stockt

Aufarbeitungsvereine und Opferverbände sind unzufrieden mit der Entwicklung der früheren Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg.

Stasi-Akten-Skulptur

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Eine Stasi-Akten-Skulptur steht in der früheren Stasi-Zentrale in Berlin-Lichtenberg. Foto: Roos Mulders/Archiv

Gebäude verfielen, es gebe gegenseitige Schuldzuweisungen, wurde am Montag mitgeteilt. «Die viel diskutierte Campus-Idee ist noch eine Hülle ohne ausreichenden Inhalt.» Der Verein Bürgerkomitee 15. Januar, das Stasi-Museum und das Osteuropazentrum wollen nun bei einer öffentlichen Anhörung am 28. August (9.30 Uhr) auf die Probleme aufmerksam machen.
Der Bundesbeauftragte für die Stasi-Unterlagen, Roland Jahn, will das Areal zu einem Campus für Demokratie ausbauen. In Lichtenberg residierte das DDR-Ministerium für Staatssicherheit (MfS) in einem abgeschotteten Gebäude-Komplex mit Tausenden Mitarbeitern.
Im Haus 1, dem einstigen Amtssitz von Stasi-Chef Erich Mielke, gibt es eine Dauerausstellung zum Wirken der Staatssicherheit, auf dem Innenhof wurde eine Open-Air-Ausstellung zur friedlichen Revolution installiert. Im teilsanierten Haus 7 wurde im Juni die Dauerausstellung «Einblick ins Geheime» eröffnet. Auch das riesige Archiv mit original erhaltenen Stasi-Unterlagen ist hier untergebracht. Aus dem einstigen Casino für Stasi-Offiziere (Haus 22) soll ein Informationszentrum mit Büchershop und Seminarräumen werden.
Die Initiatoren der Anhörung sprachen von konzeptionellem Stillstand. Unterschiedliche Interessen wie Wohnen, Gedenken, Gewerbe und Verwaltung seien bislang nicht zu einem Kompromiss zusammengeführt.
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Montag, 20. August 2018 16:12 Uhr

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