Neues Gesetz zur Grundsteuer: Kollatz setzt auf Wertmodell

Neues Gesetz zur Grundsteuer: Kollatz setzt auf Wertmodell

Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz setzt bei der anstehenden Reform der Grundsteuer auf ein Modell, das den Wert sowohl eines Grundstückes als auch der Gebäude darauf berücksichtigt. «Dieses Kostenwertmodell ist der richtige Ansatz, weil eben nicht jeder Quadratmeter Grundstück gleich viel wert ist», sagte der SPD-Politiker der Deutschen Presse-Agentur. «Und weil auch die gebaute Substanz auf einem Grundstück ein Wertpotenzial produziert.»

Matthias Kollatz

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Matthias Kollatz (SPD) spricht im Berliner Abgeordnetenhaus. Foto: Maurizio Gambarini/Archiv

Die Abgabe ist eine der wichtigsten Einnahmequellen der Kommunen. Das Bundesverfassungsgericht hatte das derzeitige Steuermodell, das auf völlig veralteten Bodenwerten und unterschiedlichen Systemen in Ost und West aufbaut, im April für verfassungswidrig erklärt. Bis Ende 2019 muss ein neues Gesetz beschlossen sein. Die Länder sind darüber uneins. Bayern etwa plädiert für ein Modell, das allein die Fläche eines Grundstücks und der Gebäude berücksichtigt.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Sonntag, 5. August 2018 09:30 Uhr

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