Berliner Polizei will Nachwuchs in ganz Europa suchen

Berliner Polizei will Nachwuchs in ganz Europa suchen

Bewerber für die Hauptstadt-Polizei könnten nach Vorstellung von Behördenchefin Barbara Slowik künftig verstärkt aus dem Ausland kommen.

Barbara Slowik

© dpa

Polizeipräsidentin Barbara Slowik.

Sie sei dafür, junge Leute in EU-Ländern anzusprechen und für die Berliner Polizei zu begeistern, sagte Slowik in einem Presse-Gespräch. Potenzielle Bewerber könnten über die Goethe-Institute im Ausland Deutsch lernen und Sprachtests absolvieren. Angesprochen werden könnten junge Leute, die in ihren eigenen Ländern auf der Straße stehen. Slowik, die seit April im Amt ist, will Ende August ein Strategiepapier zur Gewinnung von Personal vorlegen.

Slowik möchte Oberstufenzentrum einrichten

Eine weitere Idee sei, ein Oberstufenzentrum einzurichten, auf dem Jugendliche auf einen Beruf im Bereich der öffentlichen Sicherheit vorbereitet werden könnten. In Berlin gibt es bislang Oberstufenzentren beispielsweise für Bau, Handel und Sozialwesen.

«Im Kern geht es um eine bessere Bezahlung.»

Es sei nicht ganz einfach, ausreichend geeignete Bewerber zu finden, so die Präsidentin. Die Polizei müsse attraktiver werden. Dazu könnte gehören, Bewerbern günstigen Wohnraum bereitzustellen oder den Erwerb des Führerscheins zu finanzieren. «Im Kern geht es um eine bessere Bezahlung.» Nicht nur die Polizei sei von der demografischen Entwicklung mit knapper werdenden Nachwuchskräften betroffen. «Wir haben alle zu wenig.»

Derzeit werden rund 1300 Polizisten für den mittleren und höheren Dienst ausgebildet

«Wir fahren mit Volllast», so Slowik. Ihr Ziel sei es, wieder 19 000 Vollzugsbeamte auf die Straße zu bringen. Jetzt seien es rund 17 000.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 4. August 2018 20:49 Uhr

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