Rätsel um Jogger im Koma: Polizei sucht erneut mit Fotos

Rätsel um Jogger im Koma: Polizei sucht erneut mit Fotos

Ein unbekannter Mann im Koma gibt der Polizei seit mehr als zwei Monaten Rätsel auf. Nochmals veröffentlichten die Ermittler der Vermisstenstelle am Mittwoch deshalb Fotos des Seniors und auch der beiden Schlüssel, die er bei sich hatte. Der Mann war am 13. März beim Joggen im Volkspark Wilmersdorf zusammengebrochen und dabei so schwer gestürzt, dass er ins Koma fiel, wie die Polizei mitteilte. Er ist bis heute nicht aus der Bewusstlosigkeit erwacht. Bisher haben sich weder Angehörige noch Freunde bei der Vermisstenstelle gemeldet. Auch ein DNA-Angleich brachte keine Klärung, wer der Mann sein könnte.

Zuvor hatte es die Polizei bereits mit Fingerabdrücken probiert - vergeblich. Denn wer nie unter dem Verdacht stand, eine Straftat begangen zu haben, ist in den Datenbanken der Polizeibehörden nicht erfasst. Und wenn Angehörige bei Vermisstenanzeigen keine DNA-Proben abgeben, geht ein Abgleich auch hier ins Leere. Die Schlüssel, die der Jogger bei sich trug, haben keine Individualnummern und konnten deshalb bisher keinem Wohnhaus und keiner Wohnungstür zugeordnet werden.
Die Polizei schätzt, dass der unbekannte Mann zwischen 60 und 70 Jahre alt ist. Er ist rund 1,70 Meter groß und hat eine kräftige Figur ohne Bauchansatz. Der Mann wirkte am Tag seines Sturzes gepflegt, sein graues Haar war dunkel gefärbt. Er hat eine Zahnprothese. Der Mann trug eine orangefarbene Joggingjacke, ein schwarzes Laufshirt, eine schwarz-blau-rosa-farbene Jogginghose und weiße Reebok-Joggingschuhe, Größe 44,5. Wer den Mann kennt, kann jede Polizeidienststelle informieren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Juni 2018 17:50 Uhr

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