Astronautin: Größtes Problem im All ist nichts zu verlieren

Astronautin: Größtes Problem im All ist nichts zu verlieren

Auf der Internationalen Raumstation (ISS) kann das Suchen von Sachen eine lästige und zeitraubende Angelegenheit sein.

Astronautin Samantha Cristoforetti

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Astronautin Samantha Cristoforetti. Foto: Sebastian Gollnow/Archiv

Gerade Neulinge verlören oft Dinge und müssten oft lange suchen, bis sie die in der Schwerelosigkeit herumschwirrenden Gegenstände wiedergefunden hätten, sagte die italienische Astronautin Samantha Cristoforetti am 06. Juni auf Schülerfragen bei der Live-Übertragung des Starts von Alexander Gerst vom Weltraumbahnhof Baikonur ins Berliner Zeiss-Großplanetarium. Mit der Erfahrung aber werde das Leben im Orbit entspannter.

Sechs Monate auf der ISS waren für Cristoforetti kein Problem

«Ich habe mich sehr gut gefühlt.» Danach habe sie allerdings ein paar Wochen gebraucht, bis sie sich wieder an das Leben auf der Erde gewöhnt habe. «Die ersten Wochen sind sehr anstrengend. Der Kreislauf ist ein bisschen durcheinander. Die Muskeln und Gelenke müssen sich wieder anpassen, das eigene Gewicht zu tragen.»

Karrierewunsch Astronautin

Auf die Frage der Kinder, warum sie Astronautin werden wollte, sagte sie, davon habe sie schon im Alter von acht oder neun Jahren geträumt. «Ich wollte auf jeden Fall in den Weltraum.» Später habe sie ihre Faszination für Technik und Fliegerei in der Raumfahrt zusammenbringen können. Wichtig sei ihre Herkunft aus einem kleinen Alpenort gewesen. Dort habe sie nachts den Himmel und die Sterne ohne störende Lichter sehen können. «Man konnte ungestört diesen Himmel angucken. Ich glaube, das hat eine Rolle gespielt.»
Astronaut Alexander Gerst
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Raumanzug nur zur Sicherheit

Nur aus Sicherheitsgründen müssen Alexander Gerst und seine Kollegen auf ihrem rund zweitägigen Flug zur Internationalen Raumstation (ISS) einen Raumanzug tragen. mehr

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 6. Juni 2018 15:09 Uhr

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