Protest gegen Offensive der Türkei weitgehend friedlich

Protest gegen Offensive der Türkei weitgehend friedlich

Tausende Menschen haben in Berlin am Samstag das Ende der türkischen Angriffe in Afrin gefordert. Noch während die Demonstration lief, meldeten Menschenrechtler weitere Tote in dem Kriegsgebiet im Nordwesten Syriens.

Protest gegen türkische Angriffe in Syrien

© dpa

Demonstranten ziehen mit Plakaten und Fahnen durch Berlin. Foto: Paul Zinken

Berlin (dpa/bb) - Eine Großdemonstration in Berlin-Mitte gegen den Angriff des türkischen Militärs auf das Kurdengebiet Afrin im Nordwesten Syriens ist überwiegend störungsfrei verlaufen. Wie ein Sprecher der Polizei mitteilte, hatten sich mehrere Tausend Demonstranten an dem Protestzug vom Alexanderplatz zum Brandenburger Tor beteiligt. Aufgerufen hatte das Bündnis für Demokratie und Frieden in Afrin. Bilder zeigten tanzende Menschen und wehende Kurden-Flaggen.
Der Protest verlief über weite Strecken störungsfrei, berichtete die Polizei weiter. Vier Beamte wurden verletzt, als sie in der Dorotheenstraße von Demonstranten mit Fahnenstangen und Reizgas angegriffen wurden. Zudem wurden bei Kontrollen Fahnen und Plakate mit dem Konterfei des inhaftierten Kurden-Führers Abdullah Öcalan sichergestellt. Weil noch weitere Kundgebungen stattfanden, waren 1800 Beamten am Samstag im Einsatz.
Derweil starben nach Angaben von Menschenrechtlern 36 syrische Regierungskämpfer bei türkischen Luftangriffen in der Region Afrin. Dutzende weitere Einheiten würden unter den Trümmern von Häusern vermutet, berichtete die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte am Samstag. Die Bombardierungen im Nordosten Afrins seien die heftigsten gewesen, seit die Einheiten von Präsident Baschar al-Assad vor knapp zwei Wochen in das Gebiet eingerückt waren.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Samstag, 3. März 2018 17:20 Uhr

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