Breitenbach: Pläne für Flüchtlingsunterbringung «inhuman»

Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke) hält die Berliner Praxis zur Unterbringung geflüchteter Menschen für geeigneter als es Vereinbarungen im geplanten Koalitionsvertrag auf Bundesebene vorsehen. Sogenannte Ankerzentren, die CDU und SPD im Vertrag für eine mögliche große Koalition festgeschrieben hätten, verbauten geflüchteten Menschen jegliche Chance auf Integration, sagte Breitenbach in einem Interview mit der Berliner Zeitung (Freitag).
Berlins Sozialsenatorin Elke Breitenbach (Linke)
Elke Breitenbach gibt in der Senatsverwaltung ein Interview. Foto: Christina Sabrowsky/Archiv © dpa

«Sie sitzen dann dort und sind zum Nichtstun verurteilt. Es gibt keine Deutschkurse, sie dürfen keine Arbeit aufnehmen.» Ihr sei im Vertragsentwurf der möglichen künftigen Koalitionäre nicht klar, ob die Kinder geflüchteter Familien in Ankerzentren überhaupt zur Schule gehen dürften. «Wir organisieren damit in Deutschland die Desintegration und Dequalifizierung von Menschen, die hierherkommen. Das ist nicht nur inhuman, sondern wird uns auch teuer zu stehen kommen», warnte Breitenbach.

In Berlin sind seit dem Jahr 2015 rund zwei Drittel von 45 000 geflüchteten Menschen anerkannt worden. Derzeit leben nach Angaben der Senatorin noch 2000 Flüchtlinge in Notunterkünften. Sie sollten möglichst schnell eine Bleibe erhalten, in denen sie zumindest selbst kochen können. Das würde ein Stück mehr Selbstbestimmung ermöglichen. Ziel sei es, möglichst viele in Wohnungen unterzubringen, was jedoch derzeit nur schwer möglich sei. «Ich glaube, wenn geflüchtete Menschen in Wohnungen leben und einfach nur Nachbarn sind, gäbe es deutlich mehr Akzeptanz.»

Quelle: dpa
Aktualisierung: Freitag, 2. März 2018 11:41 Uhr
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