Berliner Büro gestaltet Gedenkort für Judenvernichtung

Berliner Büro gestaltet Gedenkort für Judenvernichtung

Bei der Umgestaltung der vor knapp drei Jahren abgebrannten Weimarer Viehauktionshalle zum Ort der Erinnerung an die Judenvernichtung der Nazis kommt ein Berliner Planungsbüro zum Zuge. Der Ideenwettbewerb dafür sei jetzt beendet, teilte die Stadt am Donnerstag mit. Unter acht Planungsbüros habe eine Jury die Berliner Vogt Landschaft GmbH mit dem Künstler Lars Müller als ersten Preisträger ausgewählt.

Die Nationalsozialisten hatten die Halle im Mai 1942 zum Sammelpunkt für die Thüringer Juden vor deren Deportation in die Vernichtungslager genutzt. Die denkmalgeschützte Halle war in der Nacht zum 22. April 2015 von drei Jugendlichen zwischen 15 und 20 Jahren angezündet worden. Sie brannte bis auf die Grundmauern nieder.
Die Täter wurden zu Bewährungsstrafen verurteilt. Für den Ideenwettbewerb zur Gestaltung als Gedenkort hatte die Thüringer Staatskanzlei 50 000 Euro zur Verfügung gestellt. Die Preisverleihung ist für den kommenden Montag (5. März) in Weimar geplant. Dann soll auch eine Ausstellung mit den Arbeiten aller Wettbewerber eröffnet werden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 1. März 2018 16:50 Uhr

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