In Berlin festgenommener Tunesier aus Sachsen abgeschoben

In Berlin festgenommener Tunesier aus Sachsen abgeschoben

Ein Anfang des Monats in Berlin festgenommener abgelehnter tunesischer Asylbewerber aus Sachsen ist abgeschoben worden. Zusammen mit 24 Landsleuten sei der Mann am Mittwoch im Zuge einer Sammelabschiebung an Bord einer Chartermaschine von Leipzig aus Richtung Enfidha im Norden Tunesiens gestartet, teilte das Innenministerium in Dresden mit. Von den 25 Tunesiern stammten demnach 12 aus Sachsen, jeweils 4 aus Baden-Württemberg und Hessen, 3 aus Nordrhein-Westfalen und je einer aus Rheinland-Pfalz und Niedersachsen.

Ein Flugzeug

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Abgelehnte Asylbewerber steigen in ein Flugzeug. Foto: Daniel Maurer/Archiv

Dem in Berlin festgenommene Tunesier, der laut Polizei mehr als 20 Alias-Namen führte, wurde Drogenhandel vorgeworfen. Er war Anfang Dezember in Berlin zunächst festgenommen, dann aber wieder auf freien Fuß gesetzt worden und untergetaucht. Nach seiner erneuten Festnahme hatte ein Gericht Abschiebehaft angeordnet.
Es war bereits der zweite von Sachsen organisierte Sammelcharter nach Tunesien in diesem Jahr. Der Freistaat ist nach eigenen Angaben das einzige Bundesland, das regelmäßig solche Flüge organisiert.
Im vergangenen Jahr erfolgten neun Flüge mit insgesamt 108 Tunesiern aus Sachsen. In diesem Jahr wurden nun bereits 23 ausreisepflichtige Tunesier vom Freistaat in ihr Heimatland zurückgebracht.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 28. Februar 2018 15:20 Uhr

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