Staatsanwaltschaften ziehen Lehren aus Fall Amri

Staatsanwaltschaften ziehen Lehren aus Fall Amri

Als Konsequenz aus dem Fall Anis Amri haben sich die Staatsanwaltschaften bundesweit neu aufgestellt. «In den Bundesländern wurden Staatsschutzzentren geschaffen und die Zuständigkeiten konzentriert», sagte der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Achim Brauneisen der Deutschen Presse-Agentur.

Achim Brauneisen

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Der Stuttgarter Generalstaatsanwalt Achim Brauneisen. Foto: Franziska Kraufmann/Archiv

Außerdem wurde ein Gefährdermanagement eingeführt, damit es schnell und rechtzeitig zu Sammelverfahren kommt. «Wir wollen damit Fehlerquellen, die sich aus der föderalen Struktur der Strafverfolgung ergeben können, eindämmen», erklärte Brauneisen. Der Jurist ist Vorsitzender der Arbeitsgruppe Extremismus der deutschen Generalstaatsanwälte.
Amri war am Abend des 19. Dezember 2016 mit einem gekaperten Lastwagen in den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche in Berlin gerast. Bei dem bislang schwersten islamistischen Anschlag in Deutschland starben zwölf Menschen.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. Februar 2018 05:30 Uhr

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