General Electric schließt Werk in Berlin

General Electric schließt Werk in Berlin

Nach Siemens will nun auch der US-Industriekonzern General Electric (GE) seine Kraftwerksparte in Deutschland zusammenstreichen.

Logo von General Electric

© dpa

Das Logo des US-Konzerns General Electric. Foto: Tim Brakemeier/Archiv

An den Standorten Mannheim, Stuttgart, Berlin, Mönchengladbach und Kassel sollen zusammen 1600 Arbeitsplätze wegfallen, teilte die GE-Deutschlandsparte am Donnerstag, den 07. Dezember 2017 mit. Die Fertigung von «GE Power Conversion» in Berlin und von «GE Grid Solutions» in Mönchengladbach solle geschlossen werden.

Preisdruck und schlechte Nachfrage

Das Unternehmen begründete die Einschnitte mit dem starken Preisdruck und der geringen Nachfrage nach konventionellen Kraftwerken. Die Einschnitte wolle man so sozialverträglich wie möglich gestalten und mit den Arbeitnehmern beraten, sagte Deutschlandchef Alf Henryk Wulf.

Stellenstreichungen bereits in der Vergangenheit

GE beschäftigt in Deutschland nach eigenen Angaben an mehr als 50 Standorten rund 10 000 Mitarbeiter. Der Mischkonzern hatte Anfang 2016 bereits die Streichung Tausender Stellen in Europa angekündigt, in Deutschland war vor allem Mannheim betroffen.

US-Unternehmen GE ist mitten im Konzernumbau

Der amerikanische Industrie-Riese ist auch wegen hausgemachter Probleme unter Druck und versucht, mit einem Konzernumbau die Wende zu schaffen. So machte sich GE mit dem Kauf der Energiesparte von Alstom noch abhängiger vom schwankenden Öl- und Gasgeschäft.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 7. Dezember 2017 12:57 Uhr

Weitere Meldungen