Wieder schwerer Unfall mit Carsharing-Auto

Wieder schwerer Unfall mit Carsharing-Auto

Erneut ist der Fahrer eines Carsharing-Autos an einem schweren Unfall in Berlin beteiligt gewesen.

Ein Warndreieck

© dpa

Ein Warndreieck mit der Aufschrift «Unfall» ist zu sehen.

Nach einem Bericht der Zeitung «B.Z.» stieß der Wagen am Mittwochabend (18. Oktober 2017) auf einer großen Kreuzung am Alexanderplatz mit einem anderen Auto zusammen. Die Polizei bestätigte am Donnerstag den Unfall, teilte aber zunächst keine weiteren Details mit. Nach dem Zeitungsbericht wurde einer der Insassen schwer verletzt.

Kritik am Bezahlmodell vieler Anbieter

Immer wieder sind Autos der Carsharing-Firmen an Unfällen beteiligt. Ursachen sind oft zu hohe Geschwindigkeiten. Kritiker werfen den Firmen vor, den Straßenverkehr gefährlicher zu machen, weil die Autos meistens nur für Minuten und Stunden vermietet und bezahlt werden, so dass Fahrer besonders schnell unterwegs seien, um Geld zu sparen.
Genaue Zahlen dazu gibt es aber nicht, weil die Polizei Unfälle mit den Carsharing-Autos nicht speziell erfasst. Die Vermieterfirmen halten ihre Statistiken über gefahrenen Kilometer und Unfälle geheim, so dass es nicht bekannt ist, ob die Fahrer dieser Autos häufiger an Unfällen schuld sind.
Am 15. Oktober verlor ein angetrunkener 21-jähriger Autofahrer in Wilmersdorf die Kontrolle über das Auto einer Carsharing-Firma, geriet ins Schleudern und überschlug sich. Am 19. August starb ein 18-jähriger Mann nach einer Spritztour mit zwei anderen jungen Männern in einem Carsharing-Auto. Das Opfer war ausgestiegen und dann von dem Auto mit einem der beiden anderen Männer am Steuer überfahren worden. Die «B.Z.» listete elf weitere Unfälle zwischen März 2016 und April 2017 auf.
Ein Warndreieck mit Schriftzug "Unfall"
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Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 19. Oktober 2017 13:01 Uhr

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