Zwei Demos gegen geplanten Einsatz gegen IS

Zwei Demos gegen geplanten Einsatz gegen IS

Gegen den geplanten Einsatz der Bundeswehr in Syrien sind in Berlin nach Angaben der Veranstalter rund 3000 Menschen auf die Straße gegangen. Die Polizei sprach von 800 Teilnehmern - rund 500 waren angemeldet. Die Kundgebung, zu der «Das Aktionsbündnis: Kein Bundeswehreinsatz in Syrien» aufgerufen hatte, verlief einem Sprecher zufolge friedlich.

Demonstranten mit Schild «Make Love Not War»

© dpa

Rund 3000 Menschen demonstrierten gegen den Bundeswehreinsatz in Syrien. Foto: Britta Pedersen

Die Organisatoren halten den Einsatz deutscher Soldaten gegen die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) für völkerrechtswidrig. Dadurch würden der Konflikt weiter angeheizt und internationale Spannungen verschärft. Stattdessen fordern sie politische Lösungen.
Die Demonstranten versammelten sich mit zahlreichen Schildern, auf denen etwa «Make Love Not War» stand und Peace-Flaggen am Brandenburger Tor. In 24 deutschen Städten habe es bereits ähnliche Demos gegeben, hieß es von den Veranstaltern. Am Abend startete zudem ein Friedensspaziergang vom Lustgarten zum Pariser Platz. Nach Polizeiangaben liefen rund 100 Menschen mit. Angemeldet waren 2000.
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Auf der Kundgebung sprachen sich auch die Fraktionsvorsitzenden der Linkspartei Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch gegen den vom Kabinett bereits beschlossen Einsatz aus. «Niemand braucht diesen Krieg», sagte Wagenknecht. Ein Militäreinsatz stärke nur die Terroristen.
Die Entsendung der Soldaten wurde bereits vom Kabinett beschlossen. Am Mittwoch fand die erste Lesung des Bundestages statt. Für Freitag ist die Verabschiedung des Mandats geplant. Eine Mehrheit der schwarz-roten Koalition gilt als sicher.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 3. Dezember 2015 22:30 Uhr

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