Flüchtlinge setzen Hungerstreik am Alex fort

Flüchtlinge setzen Hungerstreik am Alex fort

Flüchtlinge aus Afrika haben ihren Hungerstreik in der Nacht zu Mittwoch am Berliner Alexanderplatz fortgesetzt. Am Morgen registrierte die Polizei dort 13 Flüchtlinge und acht Unterstützer, wie eine Sprecherin sagte. Am Vortag hatten die Flüchtlinge angekündigt, den Streik zu verschärfen: Ab Mitternacht wollten sie auch nichts mehr trinken. Am Dienstagnachmittag war ein Flüchtling bereits mit Bauchschmerzen ins Krankenhaus gekommen. Mit der am Samstag begonnenen Mahnwache wollen die Flüchtlinge eine Änderung der Asylpolitik in der EU und ein Bleiberecht für sich selbst erreichen.

Hungerstreikende Flüchtlinge am Alexanderplatz

© dpa

Am 03.05.2014 traten die Flüchtlinge in den Hungerstreik. Foto: Stephanie Pilick

Nach Angaben einer Asylorganisation kam ein Flüchtling im Hungerstreik am Nachmittag wegen Beschwerden in ein Krankenhaus. Polizei und Feuerwehr konnten den Vorfall am Abend zunächst nicht bestätigen.
Die Flüchtlinge fordern ein Bleiberecht in Deutschland und eine Änderung der EU-Flüchtlingspolitik. Auf ihren Plakaten steht: «Wer Krieg vorbereitet, muss Flüchtlinge erwarten», «Lagerhaltung ein deutsches Produkt» oder «Wir Flüchtlinge haben die gleichen Bedürfnisse wie ihr Bürger».
Nach eigenen Aussagen gehören die Männer nicht zu den Flüchtlingen, die am Oranienplatz in Kreuzberg in einem Camp wohnten und dort weiterhin mit einer Informationsstelle protestieren. Auch dort sollen sich noch einige Männer im Hungerstreik befinden.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Mittwoch, 7. Mai 2014 07:34 Uhr

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