Leibniz-Preise gehen auch an Berliner Forscher

Leibniz-Preise gehen auch an Berliner Forscher

Geldsegen für die Wissenschaft: Berliner Forscher haben zwei Leibniz-Preise im Wert von fünf Millionen Euro in die Hauptstadt geholt. Die renommierten Förderpreise vergibt die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) einmal im Jahr. 2,5 Millionen Euro gehen an den Neurobiologen Michael Brecht, der am Bernstein Zentrum für Computational Neuroscience und an der Humboldt-Universität arbeitet. Zweiter Preisträger mit derselben Summe ist der Systembiologe Nikolaus Rajewsky vom Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, teilte die DFG am Donnerstag mit. Insgesamt wurden elf Auszeichnungen vergeben. 131 Kandidaten waren im Rennen. Verliehen werden die Preise am 27. Februar in Berlin.

Die DFG ehrt Michael Brecht (44) für seine originellen Forschungsansätze und innovativen Techniken in der Neurobiologie. Brecht leiste Pionierarbeit bei der genauen Untersuchung von Nervenzellen im intakten Gehirn von Tieren - vor allem bei Nagern, heißt es in der Begründung. «Ich freue mich unglaublich über diese Auszeichnung», sagte Brecht. Mit dem Preisgeld wollten sein Team und er noch genauer analysieren wie Nervenzellen komplexe Verhaltensweisen steuerten. HU-Präsident Jan-Hendrik Olbertz gratulierte dem Forscher zum Leibniz-Preis. «Es ist auch eine Auszeichnung für die Humboldt-Universität, die exzellente Bedingungen gerade für interdisziplinäre Forschung bietet», sagte er.
Forscher Nikolaus Rajewsky (43) hat nach Einschätzung der DFG die Lebenswissenschaften bereichert. In seinen Arbeiten kombiniere er kreativ Physik und Mathematik mit der Systembiologie. Rajewsky untersucht unter anderem Schlüsselrollen bei der Steuerung von Prozessen in Körperzellen, aber auch bei der Entstehung von Krebs und anderen Krankheiten. Das bietet auch Ansatzpunkte für die Entwicklung neuer Medikamente.

Quelle: dpa

| Aktualisierung: Donnerstag, 8. Dezember 2011 18:15 Uhr

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