Stadtumbau Ost im Bezirk

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Übersichtskarte der Stadtumbaumaßnahmen 2002 - 2015 (pdf-Datei 2,3 MB)

Das Programm „Stadtumbau Ost für lebenswertes und attraktives Wohnen“ kommt seit dem Jahr 2002 in der Gebietskulisse Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf zum Einsatz. Mit ca. 100.000 Wohneinheiten und rd. 180.000 Einwohnern ist dies die größte in industrieller Bauweise errichtete Siedlung in Deutschland und bildet einen Schwerpunkt der Stadtumbauförderung in Berlin.

Im Rahmen der Nationalen Stadtentwicklungspolitik auf der Grundlage des Baugesetzbuches §§ 171 a-d werden schwerpunktmäßig Maßnahmen erforderlicher städtebaulicher Anpassungen infolge des demographischen und wirtschaftlichen Strukturwandels sowie der Erfordernisse des Klimaschutzes finanziert.
Von 2002 bis 2015 wurden in den Großsiedlungen Marzahn-Hellersdorf rd. 120 Mio. € für den Stadtumbau eingesetzt.

Seit 2002 lassen sich unterschiedliche Phasen des Stadtumbaus in den Großsiedlungen nachvollziehen. Angesichts des Erfordernisses, die Dynamik der Abwanderung zu stoppen und die Quartiere zu stabilisieren, wurden zunächst leerstehende Wohn- und Infrastrukturgebäude rückgebaut und die Nachnutzung für die Flächen organisiert. Mit der allmählichen Stabilisierung der Bevölkerungszahlen verlagerte sich das Ziel des Stadtumbaus darauf, das Image eines grünen und familienfreundlichen Stadtgebiets zurückzugewinnen – und die Aufwertung der Qualität der verbliebenen Schulen und Kitas sowie des öffentlichen Freiraums stand im Vordergrund. Inzwischen ist auch qualitätvoller Wohnungsneubau sowie die Ergänzung von Schulgebäuden wieder ein Thema.

Die beiden Großsiedlungen haben sich in den letzten Jahren positiv entwickelt. Infolge der
Aufwertungsmaßnahmen und Erhöhung der Mietpreise in den Innenstadtbezirken steigen
seit 2009 die Bevölkerungszahlen. Insbesondere junge Familien zieht es in die modernen und trotzdem mietgünstigen Wohnungen. Um diese Entwicklung zu verstetigen, formuliert das überarbeiteten INSEK 2011/12 die neuen Entwicklungsziele:

  • Schaffung eines bedarfsgerechten Wohnungsangebots
  • Klimagerechte Stadtentwicklung
  • Weiterentwicklung eines zukunftsfähigen Bildungsstandorts
  • Anpassung des öffentlichen Raums an den demographischen Wandel
  • Förderung lebendiger Nachbarschaften in den Stadtteilen und Quartieren
  • Qualifizierung der stadträumlichen Situation und der städtischen Umwelt.

Durch die Festlegung des Austragungsorts der Internationalen Gartenausstellung (IGA) Berlin 2017 in Marzahn-Hellersdorf mit dem Schwerpunkt der „Gärten der Welt“ wird das Gebiet weitere Entwicklungsimpulse erhalten.
Seit März 2013 unterstützt S.T.E.R.N. als Gebietsbeauftragte für den Stadtumbau das Bezirksamt Marzahn-Hellersdorf und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt bei der Umsetzung dieser Ziele und der damit verbundenen Förderprojekte.

Weitere Informationen zum Stadtumbau Ost in Marzahn-Hellersdorf und die einzelnen durchgeführten Maßnahmen finden sie auf der Internetseite der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt oder in den Publikationen des Stadtentwicklungsamtes.