Gewittergefahr in den kommenden Nächten

Gewittergefahr in den kommenden Nächten

Berliner und Brandenburger sollten sich bis Donnerstag auf weitere nächtliche Gewitter einstellen. Erst gegen Ende der Woche werde die Gefahr dafür nachlassen, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) mit.

  • Gewitter in Berlin© dpa
    11.06.2019, Berlin: Blitze zucken während eines Gewitters unweit des Allianz-Hochhauses über den Himmel.
  • Gewitter in Berlin© dpa
    11.06.2019, Berlin: Blitze zucken während eines Gewitters über dem Fernsehturm über den Himmel.
  • Gewitter über Berlin© dpa
    Blitze zucken am Abend über der Hauptstadt, aufgenommen an der Oberbaumbücke (Archivbild)
  • Gewitter über Berlin© dpa
    Blitze zucken während eines Gewitters über dem Bundeskanzleramt über den Himmel.
  • Ein Pkw fährt durch eine überflutete Straße© dpa
    Ein Pkw fährt nach dem Gewitter in Berlin mit heftigem Regen durch eine überflutete Breite Straße.
Bereits seit Montagnachmittag (11. Juni 2019) kommt es am Abend und in der Nacht in der Region Berlin-Brandenburg zu örtlichen Gewittern mit Sturmböen und Starkregen.

Nächtliche Gewitterfront gut überstanden

Die Gewitterfront in der Nacht von Montag zu Dienstag zog an Berlin und Brandenburg weitesgehend vorüber, wetterbedingte Einsätze habe es laut Feuerwehrsprecher in Berlin nicht gegeben. Auch Brandenburg sei nach Angaben der Polizei von großen Unwetterschäden verschont geblieben.

50.000 Blitze in Berlin und Brandenburg

Die Bilanz beeindruckte trotz alledem: Der Blitz Informationsdienst (BLIDS) zählte in Berlin zwischen 22 Uhr und 22:30 Uhr insgesamt 151 Blitze, die den Boden erreichten. In Brandenburg wurden 4677 Blitze gemessen. Maximal 15 Prozent aller Blitze erreichen den Boden, alle anderen finden in der Wolke statt. Somit kamen auf die Region Berlin-Brandenburg rund 50.000 Blitze in nur einer Nacht.

Heftige Gewitter in der Nacht zu Mittwoch

Die Unwetter in der Nacht zum Mittwoch sorgten gebietsweise für Chaos. Um Mitternacht wurde der Ausnahmezustand «Wetter» ausgerufen. Gegen 3 Uhr morgens hatte sich die Situation beruhigt. Während dieser drei Stunden wurde die Feuerwehr zu rund 160 wetterbedingten Einsätzen gerufen, wie ein Feuerwehrsprecher sagte. An den Flughäfen in Tegel und Schönefeld musste die sogenannte Vorfeldabfertigung bis in den Mittwochmorgen für mehrere Stunden eingestellt werden. Passagiere konnten weder ein- noch aussteigen.

Defekte Ampeln und volle Keller

In der Hauptstadt stürzten Bäume um, Keller liefen voll. Zudem wurden Teile von Autobahnen und Straßenzüge überschwemmt. Im gesamten Stadtgebiet fielen außerdem Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. Größere Schäden blieben zwar aus, die Folgen waren aber noch viele Stunden später sichtbar.

Weitere Gewitter für Mittwoch erwartet

Der DWD hat für Mittwoch weitere Gewitter mit Sturmböen, Starkregen und Hagel angekündigt. Vorher wird es heiß. Bis zu 33 Grad sind möglich. Für Berlin, Potsdam und den Osten Brandenburgs gilt eine amtliche Hitzewarnung (Stand: Mittwoch, 12:30 Uhr). In der Nacht zum Donnerstag soll das Gewitter schließlich Richtung Osten abziehen.
Blitze über der Oberbaumbrücke
© dpa

Fotos: Gewitter über Berlin

Faszination und Respekt vor der Naturgewalt liegen bei einem Gewitter nah beieinander. Die Fotos zeigen eine Auswahl an beeindruckenden Aufnahmen aus Berlin von 2000 bis 2018. mehr

Quelle: dpa/DWD/BerlinOnline

| Aktualisierung: 12. Juni 2019